Leidenschaft 8000 – Tiefe überall


Es macht immer wieder Laune, wenn man vom Bergsteigern erzählt bekommt. Und dazu noch von solchen Ikonen wie Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits. Was die beiden schon gemeinsam durchgestiegen sind...
Gerlinde Kaltenbrunner ist die erste Frau, die sämtliche 8000er-Gipfel ohne künstlichen Sauerstoff und ohne Hochträgerunterstützung erreicht hat. Ralf Dujmovits bestieg die höchsten Berge auf allen sieben Kontinenten und stand auf allen 14 Achttausendern.
Ich glaube, das spricht für sich.

Während der Multivisionsschau waren wunderschöne Bilder durch kurze Videos ergänzt und sehr nett durch die beiden kommentiert.
Besonders war die zweite Hälfte des Vortrags, gebildet durch die Besteigung des K2, des schwierigsten aller 8000er. Erst im siebten Anlauf hat Gerlinde Kaltenbrunner den Gipfel erreicht, über den Nordpfeiler.

Mich faszinieren aber nicht (nur) die Leistungen, die von Gerlinde und Ralf gebracht werden. Aus meiner Sicht ist es vor allem die Art, wie die Leistungen gebracht werden.

In einer Welt der "RedBull Actions" - noch schneller, höher, weiter... - bleibt der Genuß auf der Strecke. Das einzige, was zählt, ist die Leistung. Gerlinde musste sechsmal umdrehen, bevor sie den K2 Gipfel erreicht hat. Bei ihrem siebten Versuch war es der Ralf, der vorzeitig abgestiegen ist.
(Wegen seinem Bauchgefühl...)

Der Druck der ganzen Sponsoren lastet bestimmt auf den beiden, trotzdem behalten sie sich diese Einstellung und riskieren nicht unnötig. Das Restrisiko ist immer dabei und das reicht schon mal völlig aus. Das musste auch Gerlinde schmerzvoll erfahren, beim dem Unfall am K2 vor ein paar Jahren. Der schwedische Extrem-Skifahrer Fredrik Ericsson war beim Aufstieg zum Gipfel vor ihren Augen abgerutscht und in den Tod gestürzt – mehr als 1000 Meter tief.

Den Abend war für mich persönlich sehr bereichend und ich beobachte weiterhin, was die beiden in den kommenden Jahren unternehmen werden.

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